­Big Data: Neue Berufsbilder

© morganimation - Fotolia.com

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Die „Digitale Transformation“ ist unzertrennlich mit dem Begriff Big Data verbunden. Gartner listet Big Data als einen der zehn wichtigsten technologischen Trends. Big Data wird zu einem volkswirtschaftlich relevanten Produktions-, Wettbewerbs- und Wachstumsfaktor schreibt Thomas F. Dapp von Deutsche Bank Research. In Einschätzungen von Marktforschern und IT-Unternehmen wird immer wieder prophezeit, dass in den nächsten Jahren viele neue Jobs mit bisher unbekannten Berufsbildern im Big-Data-Umfeld entstehen werden. Einheitliche Berufsbilder gibt es dort bisher nicht. Die Tätigkeitsprofile sind vielschichtig und bieten unterschiedliche Schwerpunkte.

 

Zu den neuen Big-Data-Berufsbildern zählen unter anderem folgende Tätigkeiten:

Data-Scientist

Die Datenmengen werden immer größer und stammen häufig aus unterschiedlichen Quellen und Abteilungen in den Unternehmen. Die Informationen liegen zwar vor, doch es kann sie niemand finden. Deshalb stellen Firmen Experten ein, die große Mengen von Daten sammeln, interpretieren und auswerten können. Was muss man als Data-Scientist können?

Der Data-Scientist legt fest, welche Analyseformen sich am besten dazu eignen, um die gewünschten Erkenntnisse zu erzielen und welche Rohdaten dafür erforderlich sind. Diese Fachleute benötigen solide Kenntnisse in Statistik und Mathematik. Hinzu kommen Fachkenntnisse über die Branche, in der ein Unternehmen tätig ist und über IT-Technologien wie Datenbanken, Netzwerktechniken, Programmierung, Prozessmanagement und Business Intelligence-Applikationen. Des weiteren sind Verhandlungsgeschick und emotionale Kompetenz gefordert, wenn es um die Zusammenarbeit mit anderen Abteilungen geht. Data-Scientists nicht nur dazu da, Informationen zu finden und zu liefern, sie sollen aus den Daten auch eine Vorhersage treffen. Damit werden sie zu den Goldsuchern des digitalen Zeitalters.

Data-Visualizer
Die Data-Visualizer sind die „Künstler“ unter den Big-Data-Berufen. Ihre Hauptaufgabe besteht darin, die Auswertungen so zu präsentieren, dass sie für Business-Verantwortliche verständlich sind. Die Fachleute setzen zu diesem Zweck Daten in Grafiken und Diagramme um. Zur Ausbildung zum Data- Visualizer gehören beispielsweise Grafikdesign, Psychologie, Mathematik, IT und Kommunikation. Die Data-Visualizer benutzen Tools wie Splunk oder Qlik.

Bislang gibt es nur wenige Unternehmen, die sich für die Ausbildung von Big-Data-Spezialisten engagieren, wie bspw. das Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme, IAIS.

 

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