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7 Zukunftsberufe, die man unbedingt kennen sollte

Wir prognostizieren, wie sich Berufsbilder in Zukunft verändern werden. Im Team stellen wir Ausgangshypothesen auf und überprüfen sie. Das heißt konkret, wir überlegen, wie sich z.B. das Berufsbild eines Lehrers binnen der nächsten fünf Jahre verändern könnte. Dafür formulieren wir Thesen zum Zukunftsbild des Berufs.

Anhand von Daten und Expertenwissen werden diese Thesen dann überprüft. Schrittweise nähern wir uns so dem Unbekannten an – und prognostizieren, wie wir in nicht allzu ferner Zukunft unsere Berufe ausüben werden. All das findet im Austausch mit Vertretern unseres Netzwerkes statt.

Egal ob Sie auf der Suche nach einer Ausbildung, einer Umschulungsmöglichkeit oder einer neuen Arbeit sind, wir stellen Ihnen heute verschiedene Branchen und Berufsbilder vor, die auch in zehn Jahren noch topaktuell sind und gefragt sein werden.

Die Welt verändert sich – und wir uns mit ihr. Wenn wir uns vor dem technischen und persönlichen Fortschritt verschließen, so führt das am Ende nur zu Stagnation. Erweitern Sie also Ihre Wahrnehmung für einige Minuten und sehen Sie sich die Möglichkeiten der Zukunft an.

Pflegekräfte

In der Pflege ist der Fachkräftemangel ein großes und andauerndes Thema. Ob in der Kranken- oder Altenpflege – überall werden qualifizierte Pflegekräfte gesucht. Tausende Stellen bleiben unbesetzt, der Trend für die kommenden Jahre zeigt weiter nach unten. Mehr als mehr als 300.000 Pflegekräfte sollen in den nächsten 15 Jahren fehlen.

Die Nachfrage nach ausgebildeten Pflegekräften ist so hoch wie noch nie und für die Zukunft können Sie sich hier einen sicheren Arbeitsplatz erarbeiten

Lernbegleiter

In der betrieblichen Bildung gewinnt das informelle und selbstorganisiertem Lernen, bspw. das Lernen im Netz mehr an Bedeutung. Im Zuge der Digitalisierung der Arbeits- und Lernwelt verliert die Rolle des Trainers oder Dozenten, der Wissen „vermittelt“, immer mehr an Bedeutung. Es findet ein grundlegender Rollenwechsel, vom Trainer zum Lernbegleiter, statt.

Benötigt werden dagegen immer mehr Lernbegleiter, die selbstorganisierte, personalisierte Entwicklungsprozesse der Mitarbeiter ermöglichen und professionell begleiten.

Lernbegleitung bedeutet, auf Augenhöhe gemeinsam mit den Mitarbeitern:

  • individuelle Entwicklungsbedarfe klären,
  • Kompetenzentwicklungsziele definieren,
  • Entwicklungswege festlegen,
  • geeignete Herausforderungen zur Kompetenzentwicklung auswählen,
  • Entwicklungsprozesse der Mitarbeiter beobachten und sie bei Bedarf coachen,
  • Entwicklungsprozesse reflektieren,
  • Lernerfahrungen dokumentieren und weiterentwickeln,
  • u.a.m.

Während bei den Trainern und Dozenten das fachliche Wissen und die jeweilige Praxiserfahrung, aber auch die methodische Kompetenz zur Präsentation und zur Initiierung kooperativer Gruppenprozesse wichtig waren, werden bei Lernbegleitern nach unserer Überzeugung folgende Kompetenzen im Vordergrund stehen:

Personale Kompetenzen

  • Glaubwürdigkeit: Fähigkeit, glaubwürdig zu handeln
  • Normativ-ethische Einstellung: Fähigkeit, ethisch zu handeln
  • Schöpferische Fähigkeit: Fähigkeit, kreativ zu handeln
  • Ganzheitliches Denken: Fähigkeit, ganzheitlich zu denken und zu handeln

Sozial-kommunikative Kompetenzen

  • Dialogfähigkeit / Lerner-Orientierung: Fähigkeit, sich auf Mitarbeiter und Führungskräfte im Gespräch einzustellen.
  • Beratungsfähigkeit: Fähigkeit, Lerner und ihre Führungskräfte zu beraten
  • Beziehungsmanagement: Fähigkeit, persönliche und arbeitsbezogene Beziehungen zu gestalten
  • Kollaborationsfähigkeit: Fähigkeit, gemeinsam mit anderen erfolgreich zu handeln

Aktivitätsbezogene Kompetenzen

  • Gestaltungswille: Fähigkeit, etwas willensstark zu gestalten
  • Initiative: Fähigkeit, Handlungen aktiv zu beginnen
  • Impulsgeben: Fähigkeit, anderen Handlungsanstöße zu vermitteln
  • Ergebnisorientiertes Handeln: Fähigkeit, an Ergebnissen orientiert zu handeln

Fachlich-methodische Kompetenzen

  • Analytische Fähigkeiten: Fähigkeit, Sachverhalte und Probleme zu durchdringen
  • Konzeptionsstärke: Fähigkeit, sachlich gut begründete Lernkonzeptionen zu entwickeln
  • Projektmanagement: Fähigkeit, Projekte erfolgreich durchzuführen
  • Systematisch-methodisches Vorgehen: Fähigkeit, Handlungsziele systematisch-methodisch zu verfolgen

Das didaktisch-methodische Wissen über die Gestaltung innovativer Lernarrangements ist dafür die notwendige Voraussetzung.

Data-Scientist

Die Datenmengen werden immer größer und stammen häufig aus unterschiedlichen Quellen und Abteilungen in den Unternehmen. Die Informationen liegen zwar vor, doch es kann sie niemand finden. Deshalb stellen Firmen Experten ein, die große Mengen von Daten sammeln, interpretieren und auswerten können. Was muss man als Data-Scientist können?

Der Data-Scientist legt fest, welche Analyseformen sich am besten dazu eignen, um die gewünschten Erkenntnisse zu erzielen und welche Rohdaten dafür erforderlich sind. Diese Fachleute benötigen solide Kenntnisse in Statistik und Mathematik. Hinzu kommen Fachkenntnisse über die Branche, in der ein Unternehmen tätig ist und über IT-Technologien wie Datenbanken, Netzwerktechniken, Programmierung, Prozessmanagement und Business Intelligence-Applikationen. Des Weiteren sind Verhandlungsgeschick und emotionale Kompetenz gefordert, wenn es um die Zusammenarbeit mit anderen Abteilungen geht. Data-Scientists nicht nur dazu da, Informationen zu finden und zu liefern, sie sollen aus den Daten auch eine Vorhersage treffen. Damit werden sie zu den Goldsuchern des digitalen Zeitalters.

Social-Media-Manager

Der Social-Media-Manager bekommt dafür Geld, was anderen Mitarbeitern während der Arbeitszeit meist untersagt ist: für das Surfen im Netz während der Arbeitszeit. Er kümmert sich um die Internet-Gemeinde seines Arbeitgebers, versorgt diese mit ständig neuen Inhalten, halt die Community am Leben. Doch um dieses Ziel zu erreichen, muss er wissen, welche Infos auf den jeweiligen Kanälen sich auszahlen.

Social-Media-Manager ist kein fest definiertes Berufsbild, die Bezeichnung ist auch nicht geschützt. Im Prinzip kann sich deshalb jeder so nennen. In diesem Bereich gibt es viele Quereinsteiger. Wichtig ist vor allem Interesse an den sozialen Netzwerken und der dahinterstehenden Technik sowie Freude an intensiver Kommunikation.

Change-Agent

Change-Agenten sind Agenten des Wandels. Sie helfen einer Organisation, einen Prozess aufzusetzen, der hohe Mitarbeiterbeteiligung und hohes Veränderungstempo erreicht. Sie sind Vorbilder der Veränderung: Integer und glaubwürdig, sie kennen sich mit gruppendynamischen Prozessen aus. Sie steuern den Veränderungsprozess, helfen bei der Klärung durch professionelle Moderation, Coaching und agile Arbeitsformate.

Ein Change-Agent hat 7 Kernaufgaben:

  1. Die Vision sowie die Ziele einer Veränderung transparent machen und die Kommunikation über diese Veränderung anstoßen und inszenieren.
  2. Die Reaktionen der Personen in der Organisation aufmerksam beobachten und allen Beteiligten Feedback darüber anbieten.
  3. Unterschiede und Emotionen zum Thema machen und in den Veränderungsprozess integrieren.
  4. Kommunikationsformate einrichten, moderieren und deren Ergebnisse allen zur Verfügung stellen.
  5. Für die Würdigung von Erfolgen und die konstruktive Bearbeitung von Misserfolgen im Change-Prozess sorgen.
  6. Die Führungskräfte bei der Führung im Kontext von Veränderung beraten.
  7. Den Bedarf an Personal- und Organisationsentwicklung aufzuzeigen und an der Bedarfsdeckung mitwirken.

Zusammenfassend kann gesagt werden, das Ziel eines Change-Agenten ist, das Zustandekommen und die Nachhaltigkeit von Entscheidungen und ihrer Umsetzung auf psychosozialer Ebene abzusichern.

E-Sport-Manager

Elektronischer Sport ist längst keine Hinterzimmer-Veranstaltung mehr. Er ist Big Business. In unterschiedlichen Spielen werden an die besten Spieler der Welt Preisgelder in Millionenhöhe ausgeschüttet. Gleichzeitig verfolgen tausende Zuschauer das Geschehen live vor Ort, Millionen vom heimischen Computer oder Smartphone aus.

Die Potenziale sind längst nicht ausgeschöpft. Für Manager, die die jungen Profizocker beraten, betreuen, trainieren und/oder für sie verhandeln, tun sich hier sehr gut bezahlte und ungeahnte Möglichkeiten auf.

Innovationsmanager

Das Innovationsmanagement ist wichtig für Unternehmen. In Firmen ist kontinuierliche Innovation ein wichtiger Prozess – und die Grundlage jeder Innovation sind Ideen. Diese Ideen müssen aufgegriffen und realisiert werden. Die Basis hierfür ist die Planung, denn per Zufall wird eine Idee nur selten umgesetzt. Hier beginnt die Aufgabe des Innovationsmanagers: Er kümmert sich um die Zukunftsfähigkeit eines Unternehmens. Insbesondere in mittelständischen Unternehmen ist der Innovationsmanager das Bindeglied zwischen Unternehmensführung und technischen Neuerungen. Die zahlreichen Ideen werden an den Innovationsmanager gegeben – dieser entwickelt einen Plan zur Einführung und steuert den weiteren Innovationsprozess. Hierbei muss jedoch eine klare Differenzierung vorgenommen werden, denn die Ideenfindung ist nicht die zentrale Aufgabe des Innovationsmanagers.

Die Aufgabenfelder eines Innovationsmanagers sind weitreichend:

  • Ideen- und Wissensmanagement
  • Unternehmensorganisation
  • Problemlösung
  • Innovationsmarketing, inklusive Patentwesen und Qualitätsmanagement

Der Innovationsmanager ist der Fachmann für Ideenverarbeitung im Betrieb. Er verbindet Wirtschaft, Technik und Kreativität. Eine lebendige Experimentierfreude verbunden mit analytischem Denken und gestalterischen Fähigkeiten sind die besten Voraussetzungen dafür.

Lassen Sie sich von neuen Berufsfeldern nicht abschrecken. Auch Sie können sich im Laufe der Zeit anpassen und neue Berufe erlernen. Der Trend geht ohnehin zur Zweitausbildung, da die wenigsten in Ihrem Leben nur einen einzigen Job haben werden.

Bleiben Sie neugierig.

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