Bild: Gerd Altmann auf Pixabay

Roboter: Die Null-Euro-Jobber kommen

Viele Beschäftigte plagt die Sorge, von Robotern und Algorithmen verdrängt zu werden.

„Nehmen uns die Roboter die Jobs weg?“, ist die wohl meistgestellte Frage, wenn es um die Digitalisierung der Arbeitswelt geht. Vor allem zwei Studien schlugen hohe Wellen: Das Weltwirtschaftsforum (WEF) schockte 2016 mit einer Zahl – fünf Millionen Arbeitsplätzen, die uns der Aufbruch ins digitale Zeitalter kosten soll, während nur zwei Millionen neuer Jobs entstünden.

Zuvor verfassten zwei Ökonomen der Universität Oxford, Frey und Osborne ihre viel beachtete Analyse zu den Auswirkungen der Digitalisierung. Auch diese hatte es in sich: Die Digitalisierung mache die Hälfte aller Jobs in den USA überflüssig, war die Botschaft. Sie würden früher oder später durch Maschinen ersetzt. Diese Studien lassen veranlassen uns zu folgenden Thesen:

  • Die neuen digitalen Technologien vernichten die Arbeit, wie wir sie bisher kannten

und

  • Der technische Fortschritt spaltet die Arbeitswelt in digitale Gewinner und Verlierer

Es wird Verlierer und Profiteure geben. Und diese beiden Gruppen trennt der Algorithmus. Am Ende gibt es wenige Privilegierte, die „oberhalb des Algorithmus“ arbeiten, und Massen, die vom Algorithmus gemanagt werden.

Es werden Berufe wegfallen, bei manchen Berufen werden sich einzelne Aktivitäten ändern und es werden Berufe neu entstehen.

Berufe mit abnehmender Bedeutung Berufe, die heute gefragt sind Berufe mit steigender Bedeutung
Dateneingabe Angestellter Entwickler und Analysten von Software Innovationsfachleute
Buchhalter Köche Experten im Bereich Big Data, Künstliche Intelligenz, Digitale Transformation und neue Technologien
Monteure Lehrbeauftragte Spezialisten für Prozessautomation
Fabrikarbeiter Kreative im Bereich Fotografie und Design E-Commerce- und Sozialmedia -Spezialisten
Kassierer Datenbankanalysten, Datenbank und Netzwerkexperten Roboterspezialisten
Ticketverkäufer Handelsvertreter mit Schwerpunkt technische und wissenschaftliche Produkte Designer für User-Experience und Mensch-Maschinen-Interaktion
Mechaniker Mediziner und Pflegekräfte Spezialisten für digitales Marketing und Strategie
Postangestellte Sales-, Vertriebs- und Marketingspezialisten Kulturspezialisten
Sachbearbeiter für Statistik, Finanzen und Versicherungen Human-Resources-Spezialisten Trainings- und Entwicklungsexperten

Unser Denken und Handeln ist noch tief im Industriezeitalter verwurzelt. Die klassische Personalentwicklung unterstellt den Mitarbeitern ein obsoletes Menschenbild: das Bild des Mitarbeiters als abhängiges, korrekturbedürftiges Mängelwesen. Dieses Mängelwesen bedarf der Entwicklung durch andere. Wir sagen, das muss nicht sein. Das muss sich ändern, denn nicht die Technologie gestaltet unsere Zukunft, sondern es sind letztlich immer Menschen, die die Weichen stellen. Nimm Deine persönliche Entwicklung selbst in die Hand. Bildung ist Existenzgründung von einem selbst.

In fast allen Studien werden Schlüsselkompetenzen, sogenannte „Future Skills“ genannt, die Profiteure die über dem Algorithmus arbeiten besitzen sollten. Unsere eigenen Studien bestätigen dies. Nachfolgend haben wir diese „Future Skills“ aufgeführt. Durch diese „Future Skills“ verbessern Sie Ihre individuellen Chancen am Arbeitsmarkt, und fördern Ihre beruflichen Aufstiegsmöglichkeiten.

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